Agenda 21

 
Agenda 21 in der Schule – Zertifizierung unserer Schule
 

Am 11.3.2008 wurde unsere Schule zum zweiten Mal als Agenda 21-Schule zertifiziert. Die Auszeichnungsfeier fand für Schulen aus dem Raum Aachen, Düren, Euskirchen und Rhein-Erftkreis in der Friedrich-Ebert-Realschule in Hürth statt. Es handelt sich um eine Kampagne des Umweltamtes NRW und der NUA (Natur- und Umweltakademie NRW).
Die beteiligten Schulen müssen nachweisen, dass sie sich mit Unterrichts- und Schulprojekten, die in ihrem Schulprogramm verankert sind, für eine Bildung nachhaltiger Entwicklung engagieren. Dies muss in einer Verzahnung der ökologischen, ökonomischen, sozialen und globalen Dimension geschehen.
Unsere seit vielen Jahren durchgeführten Projekte wurden weitergeführt und um neue Projekte erweitert. So konnten wir uns erfolgreich mit zwei großen Projekten für die Kampagne 2008 qualifizieren:

  1. Die Sorge um unsere Umwelt geht uns alle an

Dieses Projekt ist die Fortsetzung der Initiative zum Umweltschutz, die zur Bewerbung 2005 führte. Unsere Schule engagiert sich seit vielen Jahren in den Bereichen Energie sparen und Müll trennen, d.h. konsequente Trennung des Mülls in der ganzen Schule, Perlatoren an den Wasserhähnen, Bewegungsmelder in der Beleuchtungsanlage, Stoßlüften in den Pausen, regelmäßige Naturführungen mit allen Klassen.
Neue Akzente:
Naturschulhof: Gestaltung des Schulgeländes unter ökologischen Gesichtspunkten (Entsiegelung, Anlage einer Hügellandschaft, Lehmhütte, Wildbienenstände, Behausungen für Krabbeltieren, Nistkästen, insektenfreundliche Bepflanzung).
Krötenschutz: Eine Klasse engagiert sich besonders in diesem Bereich. Die Kinder gestalten Plakate als Hinweisschilder für die Zeit der Krötenwanderung und platzieren sie an Gefahrenstellen.
Bachpatenschaft: Unsere Schule hat die Patenschaft über den Oberforstbach übernommen. Die Kinder machen Bacherkundungen und säubern von Zeit zu Zeit das Bachbett.
Klimaschutz:
Die Kinder beteiligten sich an der Aktion Wir sammeln grüne Meilenanlässlich des Klimagipfels in Bali im Herbst 2007. Sie kamen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Bus zur Schule anstatt mit dem Auto.
Umwelt im weiteren Sinne:
Die Kinder übernehmen Verantwortung innerhalb der Schule und im schulischen Umfeld: Künstlerische Gestaltung, Gartengestaltung, Patenschaften, Streitschlichtung, vielfältige Dienste. Die vierten Schuljahre veranstalten eine Martinssammlung. Der Erlös geht an Kinderprojekte in Aachen (Kinderarmut im Südraum) und Bolivien (Initiative Weltbrücke). Die jeweils vierten Schuljahre gestalten die Seniorencafés im Advent in Oberforstbach und Schleckheim mit.

  1. Ganzheitliche Gesundheitserziehung

Seit einigen Jahren arbeitet unsere Schule daran, den Gesundheitsgedanken im Schulprogramm zu verankern (Bewegungskonzept für alle Klassen, gemeinsames Frühstück in angenehmer Atmosphäre, Wassertrinken). Seit 2006 versuchen wir einen ganzheitlichen Gesundheitsgedanken zu leben. Dazu gehört die Durchführung folgender Projekte, die fest im Schulprogramm verankert werden: Bewegung, Ernährung, Entspannung, Stressbewältigung.
Beispielhaft seien einige Maßnahmen aufgeführt: Bewegungspausen während des Unterrichtstages, Aktive Pause (Move-it-Boxen für die Regenpause und Pausenschrank zum Ausleihen von Spielgeräten für die Hofpause), Schulgeländegestaltung: Naturschulhof mit vielen Bewegungsmöglichkeiten und Ruhezonen, Spaßolympiade, Kontakte zu den Vereinen (Sinnvolle Freizeitgestaltung), Soziale Projekte: Ich Du Wir - Ohne Gewalt, Streitschlichterausbildung, Schülerpatenschaften, Einrichtung eines Ruhe- und Entspannungsraumes, Unterrichtsreihen zur gesunden und umweltfreundlichen Ernährung. In Zusammenarbeit mit der AOK haben wir eine Patenärztin, die zu Unterrichtsreihen Gesundheit und Mein Körper in die Klassen kommt. Im Mai 2008 gab es ein Essenfest als Schulfest.

Die Projekte erwachsen aus dem Unterricht, finden in AG-Form, als besondere Aktionen an Wochenenden und in den Ferien statt sowie im Nachmittagsbereich der OGS.

Beide Agenda-Projekte unserer Schule sind vielfältig miteinander vernetzt. Durch die Sorge um unsere eigene und die Gesundheit der anderen im Sinne des ganzheitlichen Gesundheitsgedankens praktizieren wir grundlegende Formen eines friedlichen Miteinanders. Wir tragen bei zur Weltgesundheit und dem Bewusstsein ihrer Notwendigkeit, sorgen für die Bildung stabiler Persönlichkeiten, die gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung als wichtiges Element ihrer Lebensführung ansehen. Als Personen, die sich bewusst mit sich und ihrer Umwelt auseinander setzen, fühlen sich die Kinder verantwortlich und agieren im Sinne der Nachhaltigkeit. Verantwortungsbewusste Partizipation lernen die Kinder im vertrauten Umfeld und stets mit dem Blick auf den größeren Zusammenhang.
Die Struktur unseres Schullebens, insbesondere der Unterricht, die nachmittäglichen Betreuungsmaßnahmen und die Gemeinschaftsaktionen bieten ein vielfältiges Übungs- und Betätigungsfeld im Hinblick auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Hier geht es zum Fotoalbum der Agenda 21 Zertifizierungsfeier im Forschungszentrum Jülich.

 

 

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