Methodik des Unterrichts

Der tägliche Unterricht ist geprägt sowohl durch offene als auch durch geschlossene Unterrichtsabschnitte.

In für die gesamte Klasse gemeinsamen Unterrichtsphasen führt die Lehrerin in ein neues Thema ein, bespricht für alle Kinder wichtige Inhalte, liest vor, singt und erzählt mit ihnen oder reflektiert mit den Kindern über die von ihnen erledigten Arbeiten.

In offenen Unterrichtsphasen arbeiten die Kinder entweder in einer Gruppe, mit einem Partner oder alleine an einer Aufgabe, die von der Lehrerin in einem größeren Zusammenhang erteilt oder von den Kindern selbst gewählt wird. In diesem Unterricht erforschen die Kinder eine Sache, führen Experimente durch, arbeiten am Leselern- und Rechtschreibmaterial, praktizieren das freie Schreiben, bearbeiten Übungsmaterial im Bereich Arithmetik oder setzten sich handelnd und entdeckend mit einem Inhalt auseinander. In zunehmendem Maße arbeiten wir mit den Kindern nach der Methode des Kooperativen Lernens.

So wie offene und geschlossene Phasen einander im täglichen Unterricht abwechseln, so gibt es auch im Laufe eines Jahres einige Themen, die eher geschlossen als Lehrgang durchgeführt werden, während andere als Werkstatt oder Projekt bearbeitet werden. Im Werkstattunterricht und im Projekt arbeiten die Kinder selbständig an durch die Lehrerin für sie aufbereiteten Inhalten. Sie lernen hier, ein Lernangebot zeitlich und inhaltlich weitgehend selbst zu gestalten.

In allen offenen Unterrichtssituationen steht die Lehrerin den Kindern begleitend, helfend und mit weiterführenden Impulsen zur Seite. So kann jedes Kind individuelle Förderung erfahren.

Wir möchten jeden Unterricht so anlegen, dass er an die Interessen und Lernvoraussetzungen der Kinder anknüpft und sie in der Systematisierung ihrer Erfahrungen und in ihrem Weiterlernen stützt und fördert. Die Kinder unserer Schule sollen erfahren, dass das Lernen mit anderen Freude macht, aber auch Anstrengung erfordert.

Da es unsere Aufgabe ist, in der Schule Bildung und Erziehung zu leisten, wird auch das Lernen des sozialen Miteinanders in das tägliche Unterrichtsgeschehen integriert. Kinder werden angeleitet, sich für ihren Klassenraum und das Arbeitsmaterial verantwortlich zu fühlen, indem sie Rituale kennen lernen und Alltagspflichten erfüllen. Sie übernehmen Dienste in der Klasse, helfen sich gegenseitig und stellen gemeinsam Regeln für die Klassengemeinschaft auf. Arbeitsregeln stellen sicher, dass jeder seine Arbeit in Ruhe und sorgfältig erledigen kann.

Konflikte untereinander gehören zum alltäglichen Miteinander dazu. Die Kinder sollen befähigt werden, Streitigkeiten untereinander selbst zu lösen. Daher praktizieren wir die Streitschlichtung an unserer Schule und führen in den zweiten Schuljahren das Projekt Ich-Du-Wir – Ohne Gewalt durch.

© 2004 GGS Oberforstbach